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11. AIR-Business-Frühstück am 17. März 2015, Thema: Wandertourismus und digitale Lösungen

 

Mehr als 20 Akteure aus Wirtschaft und Touristik nutzten im Rahmen des 11. AIR Business-Frühstücks die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch. Diskutiert wurden die Digitalisierung im Tourismus und die Möglichkeiten, mit digitalen Lösungen neue Gäste zu gewinnen.

 

Nach der Begrüßung und Einleitung durch Dr. Andreas Müterthies vom Vorstand des AIR e.V. stellte Sven Ahrens vom Kreis Recklinghausen das Projekt Halden-Hügel-Hopping vor. Geschaffen wurde ein Bergwandererlebnis über Rundwanderkurse im Vest, die Wegweisung wird eine Smartphone App übernehmen.

 

Initiates file downloadInnovationen im Wandertourismus – Region, Inhalte und App.  Sven Ahrens, Kreis Recklinghausen

 

Im Anschluss zeigte Josef Räkers, wie wichtig intakte und exakt digitalisierte Wanderwege als Grundlage für den erfolgreichen Wandertourismus sind.

 

Initiates file downloadDer Wanderweg als Grundlage. Josef Räkers, Wanderexkursionen, Billerbeck. 

 

Oliver Buck von der Firma EFTAS GmbH gab abschließend einen Überblick über die Bandbreite der Möglichkeiten von Community-basierten Apps hin zu Portalen, die auf amtliche Daten setzen.

 

Initiates file downloadNeue digitale Lösungen für den Wandertourismus. Oliver Buck, EFTAS GmbH, Münster.  

 

Anschließend eröffnete der AIR die offene Diskussion mit den Tourismus-Experten aus der Region. Ein wichtiges Thema war die Datengrundlage. Vielerorts geht die Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeite bei den Wandervereinen zurück, die sich unter anderem um die Kennzeichnung der Wege kümmern. Während sich die Ortsvereine in einigen Regionen auflösen, gibt es auch positive Beispiele von steigenden Zahlen an engagierten Mitarbeitern. Ein Beispiel aus Rheinhessen zeigte, dass ein qualifiziertes Wanderwegenetz ganz ohne Wanderverbände markiert und instandgehalten wird.

 

Darüber hinaus wurde angeregt diskutiert, ob Wege im Detail markiert sein sollen oder ob eine App zur Wegeführung ausreicht. Laut Sauerländer Gebirgsverein sollte alle 250 Meter ein Markierungszeichen zu finden sein, da die Wanderer draußen vom Alltag abschalten und nicht ständig auf das Handy angewiesen sein möchten. Für eine App-basierte Wegeführung spricht der geringere Aufwand: Es gibt nur noch wenige Markierungen und Schilder, die gepflegt und nach eventueller Zerstörung wieder instand gesetzt werden müssen.

 

Ebenfalls hinterfragt wurde das Thema Wegezertifizierung. In Regionen wie dem Sauerland gibt es bereits eine Vielzahl an zertifizierten Wegen, so dass neue Zertifizierungen kaum Aufsehen erregen würden. In Regionen wie dem Münsterland wäre ein zertifizierter Weg jedoch eine Besonderheit und könnte mehr Besucher anziehen. Bedacht werden muss jedoch, dass ein Wanderweg alle drei Jahre neu zertifiziert werden muss, was neue Kosten mit sich bringt. Wanderer stellen gewisse Erwartungen an qualifizierte Wege, diese müssen unbedingt erfüllt werden, damit der Gast wiederkommt.

 

Abschließend stellte sich die Frage, was touristische Regionen über eine App hinaus noch tun können, um den Gästen einen Mehrwert zu bieten. Die ersten Erfahrungen mit spielerischen Ansätzen waren wenig vielversprechend. Spiele-Apps, mit denen Wanderer Punkte sammeln und sogar etwas gewinnen konnten, wurden kaum heruntergeladen. Eher angenommen werden die Möglichkeiten, Wege oder Informationen zu bewerten und zu kommentieren sowie Mängel zu melden.


 
 
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