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7. AIR-Business-Frühstück am 26. September 2012, Thema: Kontext Biomasse und Rauminformationen: Wie erschließen und nachhaltig nutzen?

 

Knapp 20 Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung nutzen mit dem  7. AIR-Business-Frühstück die Möglichkeit, Ansichten interdisziplinär auszutauschen sowie Status, Bedarf und marktfähige Möglichkeiten zur Nutzung von Rauminformationen im Bereich Biomasse zu diskutieren.

 

Im Zuge der Energiewende will die Bundesregierung bis zum Jahr 2050 ein Drittel des Energieverbrauchs mit Biomasse bestreiten. Dieses Ziel ist ambitioniert. Es sind alle verfügbaren technischen Möglichkeiten zur Realisierung zu mobilisieren. Der Einsatz von Rauminformationstechnologien bietet enormes Potenzial, weist aber Defizite auf.

 

Im Positionspapier „Energiewende und Geoinformationen“ des Deutschen Dachverbands für Geoinformation e.V. heißt es wörtlich: „Für die Bewertung der Potenziale der Energieerzeugung durch Biomasse [...] liegen keine bundesweit flächendeckenden Daten vor.“ Das heißt, es fehlen belastbare Daten für Entscheidungen in Politik und Energiewirtschaft. Insbesondere fehlen Daten mit regionaler Auflösung, obgleich die Nutzung von Biomasse üblicherweise im regionalen Kontext stattfindet.

 

Wie sieht der Bedarf an Rauminformationen dezidiert aus und wie ist dieser effizient zu decken?

 

Zu diesen Fragen müssen sich die Akteure branchenübergreifend verständigen.

 

Nach der Begrüßung und Einleitung durch Dr. Andreas Müterthies im Namen des AIR e.V. stellten daher zwei Impulsbeiträge den Bedarf aus Nutzersicht und Technologiepotenziale aus Dienstleisterperspektive dar:

 

Henning Steiner, Kreis Steinfurt, Projektkoordinator Bioenergie-Netzwerkmanagement:

Was, wo, wie viel? Unbekannte Biomasse-Potenziale im Zukunftskreis Steinfurt und Bedeutung für das Ziel "energieautark 2050".

 

Olaf Büscher, EFTAS GmbH, Projektkoordinator BiomassMon:

Der Blick von oben hilft: Wie Biomassepotenziale aus Luft- und Satellitenbildern abzuleiten sind.

 

Die Diskussion auf Grundlage der Kurzbeiträge verdeutlichte die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Akteuren der Fernerkundungstechnologie und der energetische Biomassenutzung. Die Diskussion verdeutlichte aber auch, dass das gegenseitige Verständnis geschärft werden muss, um die Potenziale weiter zu erschließen.

Neben den Einsatzmöglichkeiten von Rauminformationen zur Erschließung von Biomassesubstrat wurde auch deren Bedeutung hinsichtlich der Kommunikation und Visualisierung von Planungsvorhaben in Richtung Nutzertransparenz und -akzeptanz thematisiert.

 

Herausgestellt wurde die Wichtigkeit frei zugänglicher Geobasisdaten wie sie beispielsweise mit den Feldblockkataster in NRW bei der Landwirtschaftskammer vorliegen.

 

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es perspektivisch im Bereich Biomassenutzung darum gehen muss, Rauminformationen in Managementsysteme einfließen zu lassen, mit denen auch logistische Fragestellungen jederzeit präzise zu beantworten sind.

 

Im Rahmen des AIR-Business-Frühstücks war eindeutig das Interesse und die Breitschaft zu erkennen, die branchenübergreifende Zusammenarbeit zu intensivieren. Damit ist sicherlich die Intention dieser Veranstaltung erreicht. Die Realisierung der Absichtsbekundungen muss an anderer Stelle erfolgen. Der AIR wir diesen Prozess weiter begleiten.

Am 5. und 6. Dezember findet zum Thema GeoEnergy der AIR Wo?-Kongress statt.

Zudem wurde eine AIR Fachgruppe „Energiewende“ initiiert, in der die Thematik handlungsorientiert angegangen wird.

 

 

 


 
 
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